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Aktuelles aus dem Tiergarten

Baufertigstellung des neuen Wüstenhauses im Tiergarten

Das städtische Hochbauamt hat das ehemalige Flusspferdehaus zu einem Wüstenhaus fertig umgebaut. Am Freitag, 1. Dezember 2017, erfolgt die Übergabe an den Tiergarten, der nun den Innenraum des Großterrariums für die künftigen Bewohner ausstattet. Die Eröffnung des Wüstenhauses für die Öffentlichkeit ist im Frühjahr 2018 geplant, wenn auch die Außenflächen fertig gestaltet sind.

Das Hochbauamt hat das denkmalgeschützte Gebäude von September 2016 bis November 2017 zum neuen Wüstenhaus umgebaut. Für den Lebensraum „Wüste“ stehen nun rund 170 Quadratmeter zur Verfügung. Die Gesamtkosten, die eingehalten wurden, betragen rund 980 000 Euro. Davon fördert der Bund 200 000 Euro im Zuge der nationalen Klimaschutzinitiative. Weil es sich um eine besonders anspruchsvolle energetische Sanierung handelt, wird der Bau von der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bezuschusst. Nach dem Umbau des aus dem Jahr 1939 stammenden Gebäudes entspricht es dem Passivhausstandard.

„Damit die hohen energetischen Standards erreicht werden können, haben wir eine gedämmte Innenraumkonstruktion eingebaut, ein sogenanntes Haus-im-Haus-Konzept. Damit ist auch höchsten denkmalpflegerischen Ansprüchen Genüge getan“, erklärt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. Um die Lichtverhältnisse zu verbessern, sind einige Fenster bis zum Boden vergrößert und zusätzlich Fensterbrüstungen abgeschrägt worden. Alle bestehenden Fenster sind erneuert und das Dach ist komplett neu eingedeckt.

Der Hauptraum ist mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Tierhaltung erfordert eine Temperierung und Befeuchtung des Wüstensands. Um Wüstenklima für die späteren tierischen und pflanzlichen Bewohner sicherzustellen, hat das Hochbauamt im Bodenaufbau auf mehreren Ebenen Heizspiralen und Wasserkreisläufe installiert. Die Steuerung der Lüftung, Heizung und Beleuchtung erfolgt automatisch.