Przewalski-Pferd aus dem Tiergarten zur Auswilderung in Kasachstan
Ein Nürnberger Przewalski-Pferd (Equus przewalski) trägt künftig zum Erhalt der kasachischen Steppe bei: Die Stute aus dem Tiergarten der Stadt…
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Leider musste die natürliche Aufzucht des Nachwuchses bei der Eisbärin VERA abgebrochen werden. Sie hatte sich 4 Wochen in vorbildlicher Weise um ihren Nachwuchs gekümmert, so dass nie ein Eingreifen zur Diskussion stand. Gestern hat die Mutter gegen Mittag das Jungtier aus der Höhle getragen und kurz darauf wieder zurückgebracht. Eine gute Stunde später trug sie das Jungtier erneut aus der Höhle, zog es durch das Gehege und versuchte es in einem Heubett zu verstecken. Dabei ist ihr das Jungtier mehrmals heruntergefallen. Die Mutter war sehr verstört und hektisch, so dass hier Handlungsbedarf war.
Als das Jungtier wieder im Stall war, konnten die Pfleger die Mutter abtrennen. Nach einer kurzen internen Absprache wurde aufgrund des hohen Risikos, dass das Jungtier bei der jetzt komplett veränderten Verhaltensweise der Mutter zu Tode kommt, entschieden, das Jungtier von Hand aufzuziehen. Im Tiergarten arbeiten noch mehrere Pfleger, die bereits vor Jahrzehnten Bären von Hand aufgezogen haben und sofort bei der Betreuung zur Verfügung standen. Nach einer tiermedizinischen Untersuchung wurde das Jungtier unter eine Wärmelampe gelegt und später mit Kunstmilch versorgt. Das Kleine wiegt im Moment 1700 Gramm. Es bekommt alle 4 Std. eine Flasche, jeweils 70-80 ml. Es trinkt und schläft gut – auch der Kotabsatz ist normal.
Der Zustand des Jungtieres zeigt, dass die Entscheidung während des positiven Verhaltens der letzten 4 Wochen richtig war, die Mutter das Jungtier selbst aufziehen zu lassen. Diese Zeit barg natürlich Risiken, aber diese 4 Wochen waren sowohl für die Entwicklung des Jungtieres von großer Bedeutung, ebenso für das Sammeln wichtiger Erfahrungen für die erstgebärende Mutter VERA.
Pressemitteilungen Erstellt von Satdt Nürnberg
