Przewalski-Pferd aus dem Tiergarten zur Auswilderung in Kasachstan
Ein Nürnberger Przewalski-Pferd (Equus przewalski) trägt künftig zum Erhalt der kasachischen Steppe bei: Die Stute aus dem Tiergarten der Stadt…
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Mit einem Beweidungsprojekt betreiben das Umweltamt und der Tiergarten der Stadt Nürnberg aktiven Landschaftsschutz in Gebersdorf. Im Rednitztal weiden Rotkopfschafe aus dem Tiergarten und tragen so zum Erhalt der Biodiversität bei.
Im Nürnberger Tiergarten leben Rotkopfschafe, auch Rouge du Roussillon genannt, seit 1971. Die seltene, aber robuste Schafrasse stammt aus Frankreich und in ganz Deutschland, vermutlich sogar weltweit, gibt es nur noch etwa 70 Tiere dieser Rasse. Die 29 reinrassigen Tiere des Tiergartens leben vorrangig in der Tiergarten-Außenstelle Mittelbüg bei Schwaig. Einige von ihnen sind auch im Streichelzoo zu sehen.
Der Tiergarten stellt für das Beweidungsprojekt zehn Böcke zur Verfügung. Dort werden durch das selektive Fressverhalten der Schafe besonders seltene Tier- und Pflanzenarten gefördert. Die Tiere werden von Schäferin Heidi Stafflinger gehütet. Mobile elektrische Koppelzäunehalten die Herde zusammen. Da die Tiere nur abschnittsweise weiden, ist es weiterhin möglich, durchs Rednitztal zu gehen. Spaziergänger werden gebeten, auf den Wegen zu bleiben und ihren Hund im Bereich der Schafkoppel anzuleinen, da Schafe schreckhaft auf Hunde reagieren.
Vor 30 Jahren wurde die letzte Herde Rotkopfschafe in Frankreich vor dem Schlachthof gerettet. 1981 übernahm der Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. 14 Tiere. Diese Schafe bildeten den Grundstock für den Aufbau einer aus zwölf Mutterlinien hergeleiteten Kleinherde. Rotkopfschafe sind eine genügsame Rasse. „Alte Haustierrassen sind weniger krankheitsanfällig und genetisch ‚breiter‘. Sie sind anpassungsfähiger als hochspezialisierte Rassen. Diese Leistungsvielfalt muss unbedingt erhalten bleiben“, erläutert Tierärztin Dr. Katrin Baumgartner.
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