Löwenjungtier wegen schwerer Verletzung leider eingeschläfert
Wegen einer schweren Verletzung musste der Tiergarten Nürnberg am 8. Juli 2026 leider eines seiner vier Löwenjungtiere einschläfern.
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Einen guten Start in ihren gemeinsamen Sommer haben heute Morgen die Wilhelma-Eisbärin Corinna und „Gast-Eisbär“ Felix erlebt. Bei ihrem ersten direkten Kontakt haben sich die beiden gut verstanden und bei einem Bad miteinander im Wasser geplanscht.
Der Besuch aus dem Tiergarten Nürnberg war vor einer Woche nach Stuttgart in den Zoologisch-Botanischen Garten gekommen. Zunächst hatte er zum Eingewöhnen einen eigenen Bereich. Über ein „Schmusegitter“, das die Außengehege von Corinna und Felix verbindet, konnten sich die beiden aber schon einmal beschnuppern. Die ersten Tage nutzte der 13-jährige Felix, um sein neues Terrain zu markieren, indem er sich auf volle Körpergröße aufrichtete und seinen Rücken an allen Wänden rieb. Selbst beim Ruhen achtete darauf, dass er möglichst Corinna im Blick behielt, und er begann auch, vermehrt nach ihr zu rufen. Da die Tierpfleger beobachten konnten, dass jetzt auch die Eisbärin vermehrt Ausschau nach ihrem neuen Gefährten hielt und immer wieder die Witterung aufnahm, war heute die Zeit gekommen für ein erstes Tête-à-tête.
„Ausschlaggebend war, dass Corinna und Felix aneinander Interesse gezeigt haben“, erläutert Eisbären-Kuratorin Ulrike Rademacher. „Wenn wir sie zu früh zusammenführen, kann es sehr rau zugehen. Beim ersten Kontakt heute hat aber alles gepasst. Die beiden sind harmonisch miteinander umgegangen, haben sich intensiv beschnuppert und etwas gebalgt, wie es sich gehört. Wenn es so stressfrei bleibt, lassen wir die beiden zusammen. Felix zeigt sich ruhiger als unser Gast-Eisbär Yoghi aus München letztes Jahr.“ Damals hatten die Pfleger Corinna und Yoghi nach der Zusammenführung noch einmal trennen müssen, weil der Münchner zu draufgängerisch vorging. Es ist aber normal, dass der Eisbärmann der Eisbärfrau bis zur Paarung kaum noch von der Seite weicht. Falls Corinna auch Felix als „Kurschatten“ zu aufdringlich wird, müssen die beiden gegebenenfalls noch einmal zeitweise getrennt werden.
Vorgesehen ist, dass Felix rund ein halbes Jahr in der Wilhelma bleibt, bevor er in den Tiergarten Nürnberg zurückkehrt. Dort hat er 2014 Nachwuchs bekommen. Die Mutter Vera nutzt derweil dort die Gesamtanlage, um mit Tochter Charlotte ganz unbedrängt die ersten Ausflüge ins Freie zu unternehmen.
Aktuelles Erstellt von Wilhelma - Zoologisch-Botanischer Garten Stuttagrt
