Przewalski-Pferd aus dem Tiergarten zur Auswilderung in Kasachstan
Ein Nürnberger Przewalski-Pferd (Equus przewalski) trägt künftig zum Erhalt der kasachischen Steppe bei: Die Stute aus dem Tiergarten der Stadt…
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Die Bartgeier im Tiergarten Nürnberg haben neue Mitbewohner: Zwei Schwarzstörche (Ciconia nigra) sind am Dienstag, 27. Juni 2023, aus dem Zoo Warschau nach Nürnberg gekommen und in die begehbare Voliere im oberen Bereich des Tiergartens eingezogen. Die beiden sind verunfallte Wildvögel, die nicht mehr ausgewildert werden können. Das Pärchen ist genetisch sehr wertvoll und deshalb ideal für die Erhaltungszucht.
An ihr neues Zuhause haben sich die Schwarzstörche schnell gewöhnt. "Die beiden haben sich gut eingelebt und direkt begonnen, die Anlage zu erkunden. Kurz nach ihrer Ankunft haben sie auch schon gefressen", sagt Tierpfleger und Revierleiter Thorsten Krist. „Mit den beiden Bartgeiern verstehen sich die Störche gut. Die neuen Mitbewohner haben sich natürlich sofort gegenseitig beäugt und sich auf diese Weise kennengelernt. Bartgeier gelten anderen Vogelarten gegenüber als sehr verträglich."
Bewaldete Voliere als idealer Lebensraum
Die bewaldete und naturnah angelegte Voliere wurde 2016 mit Unterstützung des Vereins der Tiergartenfreunde e.V. gebaut. Sie kommt dem Lebensraum des Schwarzstorchs, der auch Waldstorch genannt wird, sehr nahe. Im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Weißstörchen, meiden sie offene Landschaften und bevorzugen naturnahe, intakte Wälder mit klaren Fließgewässern. Die Anlage bietet den Störchen viele Rückzugsräume, sodass sie sich auch von Besucherinnen und Besuchern, die die Voliere begehen können, nicht irritieren lassen.
Thorsten Krist und sein Team haben für die beiden auch einen geflochtenen Weidenkorb gebaut und diesen mit Birkenreisig ausgepolstert. Dieser könnte künftig als Horst und damit als Brutstätte für Jungvögel dienen.
Schwarzstörche sind etwas kleiner als Weißstörche und zeichnen sich durch ein hauptsächlich schwarzes Gefieder mit grünlich violettem Glanz aus. Zur ihrer Hauptnahrung zählen Fische, Frösche, Wasserinsekten und kleine Wirbeltiere. Anders als beim Weißstorch sind auch die typischen Klappergeräusche bei dieser Storchart eher unüblich.
Das Verbreitungsgebiet des Schwarzstorchs erstreckt sich hauptsächlich über Eurasien und Afrika, den Winter verbringen die Vögel in Äquatornähe.
Die verwandten Weißstörche sind im unteren Bereich des Tiergartens bei den Weihern zu sehen.
Tierbestand (Änderungen) Aktuelles Pressemitteilungen Erstellt von Luisa Rauenbusch
