Löwenjungtier wegen schwerer Verletzung leider eingeschläfert
Wegen einer schweren Verletzung musste der Tiergarten Nürnberg am 8. Juli 2026 leider eines seiner vier Löwenjungtiere einschläfern.
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Im Tiergarten gibt es Nachwuchs bei den stark gefährdeten Schabrackentapiren (Tapirus indicus): Das Jungtier ist am 25.3.2026 zur Welt gekommen. Das Tapirhaus hat inzwischen wieder geöffnet, sodass Gäste das Jungtier mit etwas Glück und Geduld sehen können.
„Das Jungtier macht einen kräftigen Eindruck, es trinkt gut und läuft schon viel herum“, sagt Kuratorin Diana Koch. Noch ähnelt seine braun-weiße Zeichnung der heimischer Wildschwein-Frischlinge. Doch die für die Art typische weiße Zeichnung in Form einer Satteldecke auf dem Rücken ist bereits deutlich erkennbar: die sogenannte Schabracke. Das nun geborene Jungtier ist das zweite von Indy und dem Männchen Morse, die beide seit 2021 im Tiergarten leben. Palita, der erste Nachwuchs der beiden, zog im November 2025 in den Zoologischen Garten Ústí in Tschechien um. Der Tiergarten Nürnberg führt seit 1992 das Zuchtbuch für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm EEP des Europäischen Zooverbandes EAZA für die Art.
„Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Schabrackentapir als stark gefährdet ein“, sagt Diana Koch, die für das Zuchtbuch verantwortlich zeichnet. „Die Zucht der Art in Zoos ist daher ein wichtiger Baustein, um sie zu erhalten. Insbesondere deswegen freuen wir uns sehr über das Jungtier.“ Denn die Lebensräume der in Thailand, Myanmar, Malaysia und Sumatra wegen der großflächigen Abholzung der Wälder und dem Straßenbau massiv unter Druck. Wilderei bringt die Art zusätzlich in Bedrängnis. Schabrackentapire sind die einzigen noch lebenden asiatischen Vertreter der Tapire. Die anderen drei Tapirarten sind in Mittel- und Südamerika beheimatet. Tapire sind mit Nashörnern und Pferden verwandt und gelten als „lebende Fossilien“.
Aktuelles Pressemitteilungen Erstellt von Anna Böhm
