Löwenjungtier wegen schwerer Verletzung leider eingeschläfert
Wegen einer schweren Verletzung musste der Tiergarten Nürnberg am 8. Juli 2026 leider eines seiner vier Löwenjungtiere einschläfern.
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Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hält seit einigen Tagen Fischkatzen (Prionailurus viverrinus). Die aus Südostasien stammende Katzenart lebt in der Nähe von Gewässern und ist keinesfalls wasserscheu. Wie der Name bereits verrät, jagen Fischkatzen ihre Beute zum Teil auch schwimmend und tauchend. Diese kleinen Raubkatzen boten sich daher ideal als Nachfolger der Brillenbären an, deren Gehege für die Haltung der Bären nicht mehr zeitgemäß war, aber für diese Katzen hervorragend geeignet ist.
Die erste Fischkatze kam am Freitag, 27. März 2015, aus dem Tierpark Berlin, wo sie am 19. Mai 2011 geboren wurde. Dieser Zoo hat die Haltung jetzt beendet, so dass in Deutschland außer im Tiergarten die Fischkatzen nur noch in München, Duisburg und Leipzig zu sehen sind. Demnächst wird dem Tiergarten über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm noch eine Partnerin zugeteilt. Nach der Zeit in der Quarantäne ist die Katze seit Mittwoch im Haus und seit heute auch auf der Außenanlage zu sehen.
Das Verbreitungsgebiet der Fischkatze ist weit, aber zersplittert und erstreckt sich über weite Teile Süd- und Südostasiens. Durch die umfangreiche Zerstörung ihres Lebensraumes werden Fischkatzen seit 2008 in der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet (endangered) geführt. Der Bestand in der Natur wird auf rund 10.000 erwachsene Tiere geschätzt.
Fischkatzen können ein Körpergewicht bis zu 15 Kilogramm und eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 75 Zentimetern erreichen. Damit werden sie etwa doppelt so groß wie eine Hauskatze. Die Umbauarbeiten des ehemaligen Brillenbären-Geheges für die Fischkatzen mit für Besucher einsehbarem Stall wurden durch den Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. mit gut 50.000.- € finanziert.
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