Übernachtungen im Blauen Salon
Die Tropen bei Nacht erleben und anschließend zwischen Delfinen, Seelöwen, Seekühen und Fischen übernachten: Das ist ab Oktober 2026 wieder im…
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Im Dunkeln über den Klimawaldpfad im Tiergarten Nürnberg wandeln und mit etwas Glück den Ring des Saturn sehen: Das könnte bei guten Wetterbedingungen…
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Seit Kurzem sind im Tiergarten der Stadt Nürnberg Schwimmwühlen (Typhlonectes natans) zu sehen. Diese eigenartigen Amphibien, die an Aale oder Schlangen erinnern, können im Affenhaus in einem neu eingerichteten Becken beobachtet werden. Die ausschließlich im Wasser lebenden Schwimmwühlen gehören zu den Blindwühlen, die neben den Fröschen und Molchen die dritte Ordnung innerhalb der Amphibien bilden. Sie haben keine Beine, meist stark rückgebildete Augen und sind meist schwanzlos. Der Tiergarten erhielt acht Nachzuchttiere aus dem Aquazoo in Düsseldorf.
Schwimmwühlen, wie die im Tiergarten lebende Cauca-Schwimmwühle aus Kolumbien und Venezuela, besitzen noch kleine Augen und kurze, ausstülpbare Tentakeln, mit denen sie sehr gut riechen können. Sie sind lebendgebärend, d. h. die Larven entwickeln sich im umgebildeten Eileiter, wo sie von einem milchigen Sekret ernährt werden. Nach einer sieben Monate dauernden Entwicklung werden ein bis acht weitgehend selbständige Wühlen geboren. Die großen Lappenkiemen verlieren sie in den ersten Stunden nach der Geburt und decken ihren Sauerstoffbedarf mit den reduzierten Lungen, den Großteil aber mittels Atmung über ihre Haut. In den ersten Wochen können die Jungen auch beobachtet werden, wie sie vom Muttertier noch Hautreste und Hautschleim abfressen, ähnlich wie dies auch junge Diskusfische tun.
Mit den Schwimmwühlen gibt es jetzt im Tiergarten Nürnberg Vertreter aller drei Ordnungen der Amphibien. Diese Wirbeltierklasse ist weltweit stark bedroht. 120 Arten sind in den letzten Jahren bereits verschwunden und über ein Drittel der 6.000 Arten sind bedroht.
Aktuelles Pressemitteilungen Erstellt von Nicola A. Mögel
