Löwenjungtier wegen schwerer Verletzung leider eingeschläfert
Wegen einer schweren Verletzung musste der Tiergarten Nürnberg am 8. Juli 2026 leider eines seiner vier Löwenjungtiere einschläfern.
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Im Tiergarten der Stadt Nürnberg kamen am 13. Januar 2017 zwei Mähnenwölfe zur Welt. Ihre ersten Lebenswochen verbrachten die beiden Jungtiere vor allem im Stall. Seit einiger Zeit trägt das Muttertier ihren Nachwuchs auch immer wieder einmal durch das Gehege und seit einigen Tagen laufen sie auch schon selbst.
Die Elterntiere kamen am 2. Dezember 2015 als etwa einjährige Tiere nach Nürnberg, das Männchen „Chaco“ aus dem polnischen Zoo Gdansk, das Weibchen „Mesue“ aus dem tschechischen Zoo Hodonin. Die beiden diesjährigen Jungtiere, deren Geschlecht noch nicht bekannt ist, sind der erste Nachwuchs dieser Tierart seit neun Jahren im Tiergarten. Im Gegensatz zum echten Wolf sind die Mähnenwölfe überwiegend Einzelgänger. Lediglich zur Fortpflanzungszeit kommen sie zu Paaren zusammen, wobei der Rüde bei der Aufzucht hilft.
Die im natürlichen Bestand von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „gefährdet“ eingestuften Mähnenwölfe (Chysocyon brachyurus) sind Raubtiere aus der Familie der Hundeartigen. Die in den Pampas, den Savannenlandschaften Südamerikas, lebenden Mähnenwölfe ernähren sich je zur Hälfte von Pflanzen und Tieren. Das sind vor allem kleine Wirbeltiere wie Meerschweinchen oder Mäuse, in seltenen Fällen auch die rehgroßen Pampashirsche. Unter den Pflanzen ist der Wolfsapfel, eine Kartoffelart der Pamparegion, die bedeutendste Futterquelle. Wurzeln und viele Früchte sind weitere Bestandteile der Allesfresser.
Die auffällig langen Beine des Mähnenwolfs sind an seinen bevorzugten Lebensraum angepasst. Im hohen Gras der Savanne behält er so stets den Überblick. Zudem sind Mähnenwölfe Passgänger. Dabei werden die rechten beziehungsweise linken Beine gleichzeitig fortbewegt. Es entsteht der charakteristische schaukelnde Gang.
Tierbestand (Änderungen) Aktuelles Pressemitteilungen Erstellt von Nicola A. Mögel
