Angesichts der rasanten Ausbreitung der Vogelgrippe hatte der Tiergarten Nürnberg im November letzten Jahres umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen und sämtliche Vogelarten in Ställen oder abgedeckten Volieren untergebracht. In enger Abstimmung mit dem Veterinäramt der Stadt Nürnberg werden diese Maßnahmen nun schrittweise aufgehoben – viele Vögel sind bereits in ihre Anlagen zurückgekehrt.
Tägliche Pinguin-Fütterungen
Seit Anfang dieser Woche sind unter anderem die Humboldtpinguine, Andenkondore, Emus sowie Haus- und Perlhühner wieder für Besucherinnen und Besucher zu sehen. Bei den Pinguinen finden wieder die täglichen Fütterungen um 15 Uhr statt. Das Programm „Besuch beim Lieblingstier“ ist für die Pinguine ebenfalls wieder buchbar. Sofern es die Witterung zulässt, dürfen auch die Kraniche wieder in ihre Gehege. Auch die Hyazinth-Aras können ab sofort wieder ihre Außenvoliere nutzen.
Waldrappvoliere öffnet wieder
Zum Wochenende wird die begehbare Voliere der Waldrappe wieder geöffnet. Anders als zuletzt angekündigt sind die Bartgeier in diesen Tagen noch nicht in ihrer Voliere zu sehen. Da Tierpflegerinnen und Tierärzten bei unserem Bartgeierweibchen eine verstärkte Atmung aufgefallen ist, wird dieses nun zunächst untersucht. Das Paar bleibt zusammen hinter den Kulissen, bis die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen und die Tierärzte das Weibchen behandelt haben, sollte dies nötig sein.
Die Schwarzstörche und Felsentauben kehren bereits in die Bartgeiervoliere zurück. Auch die Schneeeulen dürfen wieder zurück in ihre Voliere.
Weiterhin in ihren Winterquartieren bleiben vorerst Flamingos, Pelikane und Harpyien wegen der anhaltend kalten Witterung.
Die aufgrund der Vogelgrippe vorübergehend eingestellte Winterfütterung von heimischen Wildvögeln kann nun ebenfalls wieder stattfinden. Als Teil eines europäischen FFH-Gebiets (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet) ist der Tiergarten für sie ein wichtiger Lebensraum.
Schutzmaßnahmen erfolgreich
Ziel aller Maßnahmen war es, den Vogelbestand des Tiergartens bestmöglich zu schützen und den Kontakt zwischen Zoo- und Wildvögeln zu minimieren. Dieses Ziel wurde erreicht: Im Tiergarten gab es keinen Fall von Vogelgrippe. Die konkreten Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit den Veterinärämtern des Landkreises Nürnberger Land und der Stadt Nürnberg.