Nachwuchs bei den Luchsen im Tiergarten
Bei den Karpatenluchsen, einer Unterart des Eurasischen Luchses, im Tiergarten Nürnberg gibt es Nachwuchs: Weibchen Desari hat vor wenigen Wochen zwei…
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Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat die ehemalige Elefantenfreianlage für die Panzernashörner umgebaut. Zusätzlich zu ihrer bisherigen Fläche im Dickhäuterhaus und den beiden dort angrenzenden Gehegen erhielten Nürnbergs Nashörner Purana, Ropen und ihre Tochter Seto Paitala durch den Umbau eine weitere Fläche von 3.500 Quadratmetern.
Durch dieses dritte absperrbare Gehege kann Nürnbergs jüngstes Panzernashorn, die vor zwei Jahren (27. August 2009) im Tiergarten Nürnberg geborene Seto Paitala, auch dann weiterhin im Tiergarten gehalten werden, wenn Purana wieder neuen Nachwuchs bekommt. Da Purana am 28. März 2011 bereits gedeckt wurde, könnte es im nächsten Sommer soweit sein.
Derzeit nutzen Purana zusammen mit ihrer Tochter oder Ropen abwechselnd das neue Gehege. Dieses wurde mit äußerst stabilen Einbauten aus Holz wie auch Bäumen zur Beschäftigung der schweren Tiere ausgestattet.
Das Panzernashorn gilt nach der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUNC) als bedroht und unterliegt auch dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Neben der Wilderei wird der Bestand der Panzernashörner auch durch aus Südamerika eingeschleppte Pflanzen gefährdet. Dabei handelt es sich um eine eingeführte Mimosenart (Mimosa pudica) und ein Asterngewächs (Mikania migranthia), die eine der wichtigsten Futterpflanzen der Nashörner, das Elefantengras, überwuchern. Damit wird es unerreichbar für die Tiere. Die einzige Möglichkeit diese Pflanzen unter Kontrolle zu halten, ist derzeit das Entfernen der Mimose durch Menschenhand beziehungsweise eine Bekämpfung der Mikania durch Pilze.
Aktuelles Erstellt von Dr. Nicola A. Mögel
