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Änderungen im Tierbestand

Tschechischer Ministerpräsident wildert Ziesel aus dem Tiergarten Nürnberg aus

Am Dienstag, 23. Juli 2019, beteiligte sich der Tiergarten der Stadt Nürnberg an einer deutsch-tschechischen Auswilderungsaktion von Zieseln aus tschechischen und deutschen Zoos. Die Tiere wurden unter aktiver Mithilfe des tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš und des tschechischen Umweltministers Richard Brabec im unteren Egertal am Fuße des Vulkankegels bei dem Dorf Milá (Millayer Berg) ausgewildert. Seit mehr als 60 Jahren besteht dort ein Naturreservat.

Insgesamt wurden 85 Ziesel ausgewildert. Ziesel sind kleine, etwa rattengroße Nagetiere, die bis in die 1980er Jahre auch im Erzgebirge lebten. Die ausgewilderten Tiere stammen aus den Zoos von Prag, Brno und Hluboká, sowie aus dem Opelzoo Kronberg (Taunus) und sieben Tiere aus dem Tiergarten Nürnberg. Die aus Deutschland stammenden Tiere transportierte Tiergartenvizedirektor Dr. Helmut Mägdefrau nach Tschechien. Einige Ziesel – auf Tschechisch „sysel“ - wurden in eigens dafür gebohrte, mit Futter ausgestattete Erdlöcher gesteckt, andere kamen in kleine Gehege. Die Tiere sollten ein bis drei Tage benötigen, um sich heraus zu graben. So haben sie schon einen sicheren, vertrauten Unterschlupf und werden davon abgehalten, unvorsichtig davonzurennen.

Ziel der Auswilderungsaktion ist es, die bestehenden, räumlich getrennten Kolonien an den anderen Vulkankegeln der Region wieder zu vernetzen, um einen genetischen Austausch zu ermöglichen.

Schon vor zwei Jahren hat der Tiergarten Nürnberg am Golfplatz bei Karlovy Vary (Karlsbad) mit 22 Zieseln eine kleine, vom Aussterben bedrohte Kolonie dieser Nager in Tschechien gestützt. Mit Erfolg: die Kolonie ist wieder auf über 200 Tiere angewachsen.

Tiere von A-Z: Ziesel